Eselherde auf der großen SommerkoppelWer sind wir ? Eselfreunde!

Wie es begann
Ja, der Eselfreunde im Havelland e.V. hat eigentlich mit mir, Christine Möller, angefangen. Ich kam 1995 zu meinem ersten Esel "Sir Henry", hatte noch ein Pferd, einen Hund und nur wenig Ahnung von artgerechter Eselhaltung. Sir Henry hat mich in diesen Jahren vieles gelehrt.
 
Grüne Woche
Im Jahr 2000 fragte mich jemand, ob ich Schauvorführungen mit Eseln auf der nächsten Grünen Woche in Berlin machen würde. Ja schon, aber mit einem Esel? O.k. wir liehen noch sechs Esel dazu. Ich fing an, Fachliteratur über Esel zu lesen, da ich auch über ihre Haltung und Pflege informieren sollte. Während dieser Zeit habe ich mich immer wieder bei Sir Henry entschuldigt, weil mir erst jetzt klar wurde, dass er von mir nicht schlecht, aber auf keinen Fall artgerecht gehalten wurde.

Von Pferdewirtschaftsmeister und Fahrmeister Walter Kopperschmidt  aus Brieselang lernte ich das Kutschieren und mit der Unterstützung seiner Lehrlinge vom Reit- und Fahrverein zeigten wir dann auf der IGW in Berlin was Esel so drauf haben.

Christine und Sir Henry sind gerne flott unterwegsIch hatte Feuer gefangen. Als Dankeschön schenkte Walter mir einen Fahrkurs und ich bestand mein bronzenes Fahrabzeichen. Zwar mit Großpferden, aber für mich stand fest "Ich fahre mit Eseln". Die Ruhe und Gelassenheit dieser Vierbeiner hatten es mir angetan. Seit 2001 haben die Eselfreunde in jedem Jahr die Möglichkeit wahrgenommen, auf der IGW über artgerechte Haltung und Pflege von Eseln zu informieren.

Christine und Sandor - Freunde für´s LebenJedes Jahr hatte ich danach einen oder zwei Esel mehr, die unsere Hilfe brauchten.

Die Esel- und Mulifreunde
Die zwei Esel Tschutschu und Korky blieben nach unserer ersten IGW bei mir. Da Korky sehr krank war und keiner recht Hilfe wusste, stieß ich bei meinen Recherchen auf die Interessengemeinschaft der Esel- und Mulifreunde Deutschland e.V. die mich seitdem mit Rat und Tat zunterstützen. Ich bin Mitglied in diesem Verein geworden und später dann auch Mitglied in der Noteselhilfe e.V.

Allgemeines
Tiere halten kostet natürlich auch Geld und wenn man kranke oder vernachlässigte Tiere aufnimmt, oft noch mehr. Nicht alle Tiere konnten wir bei uns behalten, wir päppelten sie auf, bildeten sie aus oder vermittelten sie weiter in artgerechte Eselhaltung.
Als ich 2003 meine Arbeit aus gesundheitlichen Gründen verlor, gab ich nicht auf sondern blickte weiter nach vorn. Ich hatte Verantwortung für die Tiere übernommen. Ich schaute mich um, was biete mein Dorf mit seinen Vereinen? Wo kann ich mich mit meinen Tieren arrangieren und den Unterhalt für sie sichern? So entwickelten wir mit der Zeit alles, was Sie unter "Angebot" finden.
Inzwischen habe ich viele weiter Menschen mit dem Eselvirus infiziert. Tierfreunde, Tierschützer, die meine Idee von artgerechter Tierhaltung unterstützen und helfen wo es nötig ist, da ich es alleine nicht schaffen würde. Seit 2013 sind wir ein, als gemeinnützig anerkannter, eingetragener Verein.