Eselwanderung nach Polen

...Christine Möller und Esel Sandor auf großer Wanderung.

Im Spätsommer dieses Jahres haben sich die Vereinsvorsitzende Christine Möller und der Filmesel Sandor erneut auf den Weg gemacht, um gemeinsam mit einigen Damen der IGEM-Regionalgruppe Nordost und ihren Eseln eine schöne Zeit zu verleben. Dabei haben Sie fremde Landschaften erkundet und neue Bekanntschaften geschlossen.

Wer selber schon mal fern der Heimat unterwegs war der weiß, jede Reise ist ein Abenteuer. Hat man wirklich alles benötigte dabei? Wird das Wetter mitspielen? Diese zweite Frage ist bei einer Eselwanderung von besonderer Wichtigkeit, denn niemand möchte 10 Tage lang im strömenden Regen durch die Landschaft laufen - ganz egal, wie schön diese ist.

Dank guter Vorbereitung hat aber alles gestimmt - die Ausrüstung war allen Situationen angemessen und das spätsommerliche Wetter ließ keine Wünsche offen.

Christine Möller und Esel Sandor, bereit zum Weiterwandern.

Christine und Sandor, bestens gerüstet und vorbereitet. Sie warten nur noch darauf, dass es losgeht.

 

Eseliges Schattenspiel

Unterwegs gab es viele wundervolle Motive, die mit der Kamera festgehalten wurden. Diese Schattenkaravane ist eines davon.

Esel Sandor war ganz in seinem Element. Auf dem YouTube-Video unten erkennt man deutlich, wie fleißig und willig er seines Weges zog - von wegen stur und faul... 


Wer so fleißig unterwegs war, hat sich zurecht kleinere und größere Erholungspausen mit Picknick gegönnt. Dies galt für die Zweibeiner ebenso, wie für die vierbeinigen Wandersleute.

Esel Sandor bei einer kurzen Pause mit Picknick.

Während Esel Sandor die Pause mit einer kleinen Zwischenmahlzeit aufwertet,

 

Marschpause in der Septembersonne.

genießen es die Wanderinnen der IGEM-Regionalgruppe Nordost, dass sie ihren geplagten Füßen einfach eine kleine Erholung genehmigen können.

 

Wenn man eine fantastische Landschaft bei schönstem Wetter durchwandert, sind Begegnungen keine Seltenheit. Dieser Wanderer hat sich dafür einen Drahtesel gesattelt und freute sich, Christines Truppe mit ihren echten Eseln zu begegnen.

Drahtesel und Langohr - Begegnung.

Begegnung zwischen Drahtesel und Langohr. Wir sind überzeugt, ein Drahtesel ist pflegeleichter und frisst nicht viel, aber ein echtes Langohr hat deutlich mehr Charme.

 

Drahtesel und Langohr - Begegnung.

Aus diesem Grund hat Christine einen dauerhaften Tausch auch nicht wirklich in Erwägung gezogen. Sie dachte "lieber wunde Füße, als eine schmerzende Kehrseite, und meinen Sandor gebe ich sowieso niemals her."

 

Während dieser Wanderung durch Polens "wilden Westen", gab es nicht nur Begegnungen mit vielen netten Menschen. Es wurde auch manch zauberhaftes Naturspektakel entdeckt.

Eine dieser besonderen Entdeckungen ist der "Krzywy Las (gesprochen: gschiwe las)", der krumme Wald. Dieses bizarre Waldstück findet man ca. 30 Kilometer von Szczecin (Stettin) entfernt, nahe der Ortschaft Nowe Czarnowo. Es gibt dort rund 100 dieser seltsam geformten Kiefern. Es wurde viel darüber spekuliert, wie die Kiefern zu ihrer heutigen Form gelangt sind. Magie, radioaktive Strahlung, Naturgewalten und manch andere Erklärung wurde bereits herbei gedacht. Wer mehr über den krummen Wald lesen möchte, dem sei folgender Link angeraten. Auf der Seite der-schwarze-planet.de/krummer-wald-polen ist der Wald mit seiner Hintergrundgeschichte hervorragend beschrieben - des Rätsels Lösung inklusive.

Der krumme Wald von Nowe Czarnowo.

Wir fanden es jedenfalls sehr schön hier und freuen uns, dieses besondere kleine Stückchen von Mutter Erde kennengelernt zu haben.

 

Eine Wanderung, länger als eine Woche, über Grenzen hinweg, ist ein Abenteuer, das man nicht vergisst. Wenn die langen Winterabende kommen, erinnert man sich gerne daran. Dabei vergisst man dann auch schnell die Schmerzen in den Knien und die Blasen an den Füßen.

Im Nachklang bleibt das Schöne, das Einmalige und Bewegende.

Esel Sandor und Christine Möller - ein tolles Gespann.

Esel Sandor ist Christines Held. Was denkt er wohl über Christine? Vermutlich nur gutes, denn die wundervollen Tage dieses gemeinsamen Erlebens haben sicherlich auch in Sandor für einige schöne Erlebnisse und Erinnerungen gesorgt - gemeinsam mit seinem Menschen zu wandern, das ist vermutlich für viele Esel eine glückspendende Angelegenheit.